BILDUNGSPROGRAMM 2010 - RESETTLEMENT
"Resettlement": Zur Neuansiedlung von Flüchtlingen in Deutschland
Was ist Resettlement? Warum soll Deutschland an Resettlement-Maßnahmen teilnehmen? Was will und macht die Save-me-Kampagne?
Andreas Linder
BESCHREIBUNG
Kriege, politische Krisen oder andere existenzielle Nöte zwingen jedes Jahr viele tausend Menschen zur Flucht. Einen sicheren Staat können die wenigsten erreichen. Die Nachbarstaaten von Krisenregionen müssen oft in kurzer Zeit die Aufnahme zehn- oder gar hunderttausender Flüchtlinge organisieren und sind damit häufig strukturell überfordert. Viele Flüchtlinge wollen zurück ins Herkunftsland, doch ihre Rückkehr ist auf unabsehbare Zeit unmöglich. Ohne eine Perspektive auf ein menschenwürdiges Leben sitzen sie jahrelang in eigentlich provisorischen Lagern fest.
Deutschland hat im vergangenen Jahr erstmals die Bereitschaft erklärt, im Rahmen eines Resettlement-Programmes irakische Flüchtlinge aus Syrien und Jordanien aufzunehmen. Wer sind diese Flüchtlinge? Woher kommen sie? Welche Interessen verfolgen die aufnahmebereiten Länder? Welchen rechtlichen und sozialen Status werden die Flüchtlinge hier erhalten?
Resettlement wird inzwischen von Save-me-Kampagnen in 45 Kommunen unterstützt, die das Thema in lokalen Bündnissen in die Öffentlichkeit tragen.
DER REFERENT
Andreas Linder, Politik- und Kulturwissenschaftler aus Tübingen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg. Er ist seit Anfang der neunziger Jahre in der Flüchtlingsarbeit aktiv. Mitinitiator der (Tübinger) Save-Me-Kampagne.